
Habe diesen Song im Ohr, der mich fragt, was wäre, wenn ich mein ganzes Leben warten würde auf den einen Moment, in dem ich endlich verstehe, dass die Angst, die mich aufhält meinen Träumen nachzujagen, dafür verantwortlich ist, dass ich nicht weitergemacht habe und schreibe endlich wieder. Zwischen Gesprächen über die Zukunftsperspektiven in der Arbeitswelt unserer Generation, wo Jungunternehmer, Online Businesses und Influencer gegenüber von Studiengängen/ Aus- und Weiterbildungen und herkömmlichen Jobmöglichkeiten mit Karriereleitern stehen, finde ich mich wieder und ständig auf der Suche. Ich wünsche dir viel Spaß beim lesen x
- Was die Konvention (und die Menschen, die sie leben) sagen
- Die eigene Bestimmung leben
- Visionen und wieso finanzielle Bildung dazu erforderlich ist
Was die Konventionen (und Menschen, die sie leben) sagen
„Mach deinen Abschluss.“, „Streng dich in der Uni/Schule/Ausbildung an, nur dann bekommst du später mal einen guten Job.“, „Von nichts kommt nichts.“, „Online-Money ist eine Illusion, das ist nicht das reale Leben.“, „Mach was vernünftiges.“ , „Wenn man erstmal einen Abschluss in der Tasche hat, ist man sicher.“, „Über Geld spricht man nicht“.
Nach 12 Jahren Schule hatte ich weder besonders große Ahnung von Finanzen, geschweige denn von unserem Finanzsystem oder darüber wie Geld funktioniert. Alles, was mir beigebracht wurde, war, dass ich mich nur genug anstrengen müsste in der Schule, um einen guten Durchschnitt zu erlangen, um dann ein „vernünftiges“ Studium machen zu können, um dann mal erfolgreich und finanziell abgesichert zu sein. Was dieses System wirklich unterstützt ist allerdings nicht, wie ich meiner finanziellen Freiheit entgegenstrebe, sondern wie ich andere reich mache und ständig dem Geld nachgeiere, getrieben von einer Angst, die es umsonst zu allen anderen Ratschlägen dazu gibt. Die Gier und die Angst als Antrieb für eine Arbeit erschienen mir nie als schöne Aussicht, mir einen Job und ein Leben zu wählen. Ich möchte weder mein Leben lang damit verbringen, jeden Penny umzudrehen, noch nur aus Furcht davor zu wenig finanzielle Mittel zu haben, in einer Berufung verharren und dabei andere reich zu machen.
Als ich nach dem Abitur einen Freiwilligendienst in einer Bildungsförderung in Südafrika gemacht habe, entwickelte sich meine Motivation Jura zu studieren, um zum einen das Rechtssystem besser zu verstehen als einen elementaren Teil von grundlegendem Wissen unseres Systems und der Gesellschaft, die sich darin bewegt und zum anderen das Prestige dieses Studienganges beziehungsweise vielmehr Berufsfeld zu genießen. Und versteht mich nicht falsch, mir gefällt mein Studium sehr, aber ich sehe es eher als angenehme Learning Experience, um mein rechtliches Verständnis auszuweiten. Ich bin froh, dass meine Eltern mich stets so erzogen haben, dass in dieser Welt alles für mich möglich ist, wenn ich es anpacke und ich bin mir meiner Privilegien bewusst, wenn ich das sage und dafür stets dankbar. Vor einer Weile sprach ich aus, dass ich nicht wisse, wohin es mich wirklich treiben wird, die nächsten zwei Jahre und dass ich mich vor allem ortsunabhängig sehe und dass ich am liebsten schreiben würde und die Konventionen unserer Gesellschaft haben mir schnell gesagt, dass dies eine leicht utopische, wenn nicht unmögliche Vision sei, bei meinem Werdegang. Dahin gestellt sei an dieser Stelle mein Werdegang, der sich anscheinend schon prophezeien lässt, was ich vehement ablehne. Wenn die Träume und Visionen größer sind, als die Angst, dann gibt es Wege, die einige Menschen noch nicht sehen und das ist okay.
Ich wurde gefragt, ob ich jemanden erfolgreiches kenne, der im eigenen Online-Business so übermäßig viel Geld verdient, dass die Person davon leben könne und ich habe daran gedacht, wie viele Menschen ihre Leidenschaften und echten Bestimmungen haben fallen lassen, aus Angst sie könnten nicht für viel Geld und genug finanzielle Sicherheit sorgen und nun einen Job haben, den sie mögen, aber nicht lieben und es Ihnen gut geht, aber sie nicht vor Freude erfüllt sind. Ich weiß, dass ich so jung bin, aber das ist es doch vielleicht gerade, denn unsere Generation Z macht ohnehin so vieles anders und zeigt, dass diese Konvention nicht sein muss.
Die eigene Bestimmung leben
Mir wurde früher oft eingebläut, über Geld spreche man nicht. Ich frage mich ernsthaft wieso, denn was faktisch völlig offensichtlich und nicht abzuschreiten ist, dass egal wer niemals „Nein“ zu finanzieller Freiheit sagen würde. Vor einiger Zeit habe ich meine Mitbewohner gefragt, was sie mit 3 Millionen Euro machen würden und erstaunlicherweise gab es sehr spannende und von Grenzen freie Träume und Visionen und ich fragte danach, wieso sie diese Ideen, nicht in die Realität umsetzen und die Antwort, die nicht ausgesprochen, aber auf verschiedenste Art und Weise umschrieben wurde, war Angst davor, was passieren würde, wenn es nicht klappt.
Das Wort Bestimmung übersetzt Jay Shetty in seinen Büchern „Think like a Monk“ aus 2020 und „8 Rules of Love“ aus diesem Jahr (2023) mit dem Wort Dharma, was so viel bedeutet wie, die eigene Bestimmung auszuleben. Zu Recht beschreibt auch er, dass wir natürlich auch finanziellen Verpflichtungen unterlegen sind und natürlich nicht nur ein bisschen Manifestation und das Erkennen, was die eigenen Visionen sind, reichen, um finanzielle Freiheit zu erleben. Shetty widmet sich in seinen Büchern vor allem auch der mentalen Einstellung, welches statt aus der Angst aus dem Vertrauen darin, dass sich alles für einen ergibt, agiert. Darin geht es vorallem darum zuerst zu erkennen was man eigentlich wirklich möchte. Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was das eigene Dharma sein mag, weil die Stimmen aus dem Außen zu laut sind und oft zu viel Einfluss auf das eigene Selbstvertrauen laden.
Visionen und wieso finanzielle Bildung dazu erforderlich ist
Accounting, Investieren, Märkte verstehen, Recht und besonders Steuern im Allgemeinen und Steuerrecht zählen zu finanzieller Bildung, die wir in der Schule nie erlernt haben. Wenn von finanzieller Freiheit gesprochen wird, geht es ständig nur darum, wie man Geld macht, nicht aber wie man es be(hält). Man solle die Karriereleiter einfach immer weiter hochklettern und härter arbeiten, um finanziell freier zu werden. Fraglich ist, warum uns nicht beigebracht wird, dass man die Leiter auch besitzen kann und dass härtere Arbeit im Sinne von vermehrten Stunden und mehr Verdienst auch zu mehr Abzügen führt, wenn sich nicht damit auseinandergesetzt wird, wie Finanzen eigentlich funktionieren. Finanzielle Bildung ist die Art von Wissen, die es bedarf, um die Visionen auch skalieren zu können und um nicht in der Falle zu landen, wo mehr Einnahmen nur zu mehr Ausgaben führen. Vielmehr gibt es bei den Visionen keine Grenzen und natürlich muss auch nicht das große Geld eine Rolle spielen. Ich zeige hier lediglich als Beispiel von GenZ, dass ich mich vor verschiedenen Wegen stehen sehe und die eine von Karriereleitern, Prädikatsexamen und langen Ausbildungswegen handelt und die andere von ortsunabhängiger Freiheit als digitale Nomadin mit finanzieller Freiheit in meiner Erfüllung. Und ich weiß, es geht vielen so. Nicht den Mut verlieren. Äußergewöhnliche Geschichten erfordern außergewöhnliche Taten.
Schön, dass du da bist.
xxxx Leonie
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